LG Kirchhundem

Löschgruppe KirchhundemMitglieder

In der Löschgruppe Kirchhundem sind zur Zeit 49 Feuerwehrmänner aktiv.
Desweiteren sind 13 Kameraden in der Ehrenabteilung, sowie 17 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr tätig.


Einsatzgebiet

Das Einsatzgebiet der Löschgruppe erstreckt sich über die Ortschaften Kirchhundem, Flape, Berghof, Bettinghof, Herrntrop, Würdinghausen, Böminghausen und Böminghauser Werk. Dieses Einsatzgebiet hat eine ungefähre Einwohnerzahl von 3400 Personen.

 

Gerätehaus

Die Fahrzeughallen wurde im Jahr 1989 erbaut. Im selben Zusammenhang wurde das im 19. Jahrehundert erbaute Bahnhofsgebäude für die Feuerwehr umgebaut. Standort ist am „Bahnhofsweg 10“. Es hat sieben Stellplätze, die durch sechs Einsatzfahrzeuge, einem historischem Feuerwehrfahrzeug und einer Historischen Feuerwehrkutsche belegt werden. Des weiteren ist in einer Halle die Umkleide mit Spinden und zwei Zeugschränken, sowie einer Elektrowerkbank untergebracht. Im Bahnhofsgebäude, wo das Erdgeschoss noch der Freiwilligen Feuerwehr zur Verfügung steht, ist eine großer Schulungsraum. Eine kleine Küche mit Kühlschrank, Herd und Spülbecken grenzt an. Es sind ebenfalls sanitäre Anlagen für Frauen und Männer vorhanden. Im Jahr 2007 wurde der kleine Schulungsraum zu einem gemütlichem Aufenthaltsraum mit Fernseher und Theke umgebaut

Fahrzeuge

Zur Zeit hat die Löschgruppe 5 Einsatzfahrzeuge,

 ELW
Fahrgestell: Ford Transit
Motorleistung: 95 PS
Getriebe: 5-Gang Schaltgetriebe
max. Geschwindigkeit: 156 km/h
Aufbauhersteller: Adik
Baujahr: 11.2007
Indienststellung: 03.2009
Besatzung: 1/6

MTW
Fahrgestell: VW T4
Motorleistung: 116 PS
Getriebe: 5-Gang Schaltgetriebe
max. Geschwindigkeit: 164 km/h
Aufbauhersteller: Eigen
Baujahr: 1997
Indienststellung: 01.1998
Besatzung: 1/7

HLF 20
Fahrgestell: MAN TGM 18.290 BBhlf-kirchhundem
Fahrgestell: 18 to
Getriebe: 12-Gang automatisiertem Schaltgetriebe
Aufbauhersteller: Rosenbauer
Baujahr: 2015
Indienststellung: 10/2015
Besatzung: 1/8
Tank: 2000 Liter zzgl. 125 Liter Class A Schaum

TLF 16/25
Fahrgestell: Iveco 120-25 AW
Motorleistung: 250 PS
Getriebe: 6-Gang Schaltgetriebe
max. Geschwindigkeit: 92 km/h
Aufbauhersteller: B.T. Brandschutztechnik Magirus
Baujahr: 1989
Indienststellung: 03.1989
Besatzung: 1/5
Tank: 2500 Liter

GWG
Fahrgestell: Mercedes Benz 814 F
Motorleistung: 136 PS
Getriebe: 6-Gang Schaltgetriebe
max. Geschwindigkeit: ?
Aufbauhersteller: Fa. Schmitz, Wilnsdorf
Baujahr: 1992
Indienststellung: 1992
Besatzung: 1/2

 

Die Löschgruppenführer der Löschgruppe Kirchundem seit 1907

1907 – 1913 Josef Japes
1913 – 1927 Wilhelm Wrede
1927 – 1935 Anton Hengstebeck
1935 – 1964 Fritz Sasse
1964 – 1970 Anno Fischer
1970 – 1977 Waldemar Sasse
1977 – 1989 Bernward Japes
1989 – 2002 Herwig Wennerscheid
2002 – 2003 Peter Grotmann
2003 – 2013 Günter Wurm
2013 – Heute Volker Bankstahl

Geschichte der Löschgruppe Kirchhundem

“Alle männlichen Einwohner der Orte Altenhundem und Kirchhundem, welche sich für die Gründung Freiwilliger Feuerwehren interessieren, werden eingeladen, sich am Sonntag, den 14. April des Jahres, Nachmittags 4 Uhr im Redecker´schen Saale in Altenhundem einfinden zu wollen.
Es werden Listen in Umlauf gesetzt, welche sich gefälligst einzutragen wollen, die den Wehren beizutreten wollen.”
Kirchhundem, den 02. April 1907.
Der Amtmann
Statzner
Mit diesen Worten, erschienen im Sauerländer Volksblatt am 11. April 1907, werden die ersten öffentlichen Schritte zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhundem getätigt.
Eine Woche später, am 18. April 1907, wird die erste Vorstandssitzung anberaumt und weitere drei Tage später findet die erste Generalversammlung an der 27 der 30 Gründungsmitglieder
teilnehmen statt. Der Vorstand besteht aus dem 1. Hauptmann Josef Jaspers, dem 2. Hauptmann Josef Kebben, dem Schriftführer Carl Führt und dem Gerätewart Theodor Heinemann. Die Satzung wird nahezu unverändert von der 1895 gegründeten Feuerwehr Förde übernommen. Die Aufnahme in die Feuerwehr ist nicht kostenfrei; von beitrittswilligen Bürgern wird ein Eintrittsgeld von 1 Mark sowie ein Jahresbeitrag von 10 Pfennig verlangt. Die Kosten für die Ausrüstung werden laut Beschluss des Gemeinderates aus Ortsmitteln übernommen, für den Bau des Steigerturms wird ein Darlehen von 400 Mark aufgenommen. Das Spritzenhaus dient ein Schuppen an der Hundemstraße, wo die noch heute vorhandene Saug- und Druckspritze untergestellt wird.
Im Jahre 1912 wird auf dem Gelände des Kriegervereins Kirchhundem der Steigerturm fertiggestellt und der Platz für
Feuerwehrübungen genutzt. Im gleichen Jahre wird Wilh. Wrede I. Hauptmann. J. Jaspers hatte kurzfristig seinen Rücktritt erklärt. Am 30. Mai 1925 wurde die von der Barmer Fahnenfabrik hergestellte Feuerwehrfahne im Festzelt des Kriegervereins eingeweiht.
Anlässlich der außerordentlichen Generalversammlung am 14. August 1927 gibt Wilh. Wrede sein Amt als I. Hauptmann aus Alters- und Gesundheitsgründen an Anton Hengstebeck ab.
Da das alte Spritzenhaus wegen der 1929 angeschafften Motorspritze TS 8 nicht mehr den Anforderungen genügt, beschließt der Gemeinderat am 25. November 1930 für die Freiwillige Feuerwehr auf dem Gelände des Kriegervereins an der Festhalle ein Gerätehaus zum Preis von 3402 Mark zu erstellen. Ein Betrag von 1000 Mark und weitere 500 Mark in Form von Arbeitsleistungen werden vom Dorf erbracht.
Am 28.Dezember 1933 verkündet die nationalsozialistische Regierung das Preußische Gesetz über das Feuerlöschwesen, das mit dem 1. Januar 1934 in Kraft tritt. Als direkte Folge dieses Gesetzes wird die Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhundem am 4. März einstimmig gefasst. Die Wehr wird nun als Pflichtfeuerwehr mit zwei sogenannten Halblöschzügen weitergeführt. In dieser Zeit herrschte eine fast militärische Ordnung. So wurde das vorzeitige Entfernen von der Brandstelle
als Fahnenflucht gewertet.
In den Kriegsjahren 1939 bis 1945 wurden zahlreiche der Kameraden zur Wehrmacht eingezogen. Ihre Plätze wurden durch die Hitlerjugend (HJ-Feuerwehr) gefüllt.
Bereits im Mai 1945 werden die Ortspolizeibehörden vom Landrat aufgefordert, die Feuerwehren wieder zu reorganisieren. Die Geräteschaften und Fahrzeuge sind teilweise zerstört oder verloren gegangen. Daher wird in Kirchhundem ein von der Wehrmacht zurückgelassenes Sanitätskraftfahrzeug (SANKRA) zum Feuerwehrfahrzeug umgerüstet. Es bleibt bis 1953 im Dienst.
Die erste Generalversammlung nach dem Kriege findet am 26.Februar 1949 statt. Brandmeister der 40-köpfigen Wehr ist Fritz Sasse.
Am 3. Juli 1949 wird mit zweijähriger Verspätung in Anwesenheit der benachbarten Feuerwehren des Amtes Kirchhundem unter großer Beteiligung der Bevölkerung das 40jährige Bestehen gefeiert.
Am 4. Juli 1953 beschert ein gewaltiges Unwetter im oberen Flapetal den für Kirchhundem wohl größten Katastropheneinsatz des vergangenen Jahrhunderts. Nach dem Wolkenbruch in der Gegend von Brachthausen war der Flapefluss so stark angestiegen, dass die Häuser Kaiser (Ahls), Hesse, Hennemann, Krächter und Rump 1,5 bis 2,0 m unter Wasser standen. Das Haus Wrede (Wemhof) am Schützenplatz gelegen wurde als erstes von der Flutwelle getroffen und stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Wehren Altenhundem, Hofolpe und Meggen halfen bei der Bewältigung der Katastrophe. Die Wehren aus Altenhundem, Kickenbach, Lenne und Saalhausen traten am Folgetag zu Aufräumarbeiten an.
Am 23. November 1953 wird ein Löschfahrzeug LF 8 TSA (Opel Blitz) eingeweiht und in Dienst gestellt.
Im August 1958 wird Paul Cordes zum Amtsbrandmeister des Amtes Kirchhundem gewählt.
1962 wird in Kirchhundem eine Jugendabteilung mit 12Jugendlichen gegründet. Am 09. September wird in Kirchhundem das Kreisfeuerwehrfest ausgerichtet an dem über 800 Kameraden teilnahmen. Der Chronist vermerkte damals, dass die Strecke bis zur Schützenhalle beinahe nicht reichte, um alle Teilnehmer aufzunehmen.
Am 17./18. Oktober 1959 kam es zu einem Waldbrand auf dem Ilberg einem 600m hohen Gipfel zwischen Selbecke und Gleierbrück. Dabei wurde mittels 10 hintereinandergekoppelten Motorspritzen der Höhenunterschied von rund 300 m bei einer Schlauchlänge von etwa 2000 m das Wasser aus Gleierbrück gefördert. Die Informationen bei dieser Reihenschaltung gingen dabei vom Polizeifahrzeug an der Brandstelle über Funk an die Leitstelle in Arnsberg von dort per Telefon nach Gleierbrück und die restliche Strecke zur Wasserentnahme per Melder. Trotz dieser langen Wege hat die Reihenschaltung geklappt.
Etwa in diese Zeit fällt die Entscheidung die Feuerwehr Kirchhundem zur Schwerpunktfeuerwehr des Amtsbezirkes auszubauen.
Im Jahre 1963 wird ein zweites Löschfahrzeug, ein TLF 16/25,angeschafft. Das Fahrzeug kann nicht im Gerätehaus untergebracht werden und wird bis zum Neubau des Gerätehauses in beengten Verhältnissen in einer privaten Garage in der Flaper Straße untergestellt.
Die Notwendigkeit der Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges zeigte sich im Folgejahr. Die Wehr rückte zu insgesamt 25 Einsätzen darunter 17 Waldbrände aus. Darüber hinaus wurde am 12. Juni das Tanklöschfahrzeug zur Bekämpfung des Folgebrandes nach dem Absturz des holländischen Düsenjägers im Bereich des Altenhundemer Gymnasiums eingesetzt. Ebenfalls in diesem Jahr findet ein Wechsel in der Führung der Kirchhundemer Wehr statt: Hauptbrandmeister Fritz Sasse erreicht die Altersgrenze und übergibt sein Amt nach insgesamt 50jähriger Mitarbeit das Amt des Wehrführers an Anno Fischer ab.
Das neue Gerätehaus im Bereich des Rathauses wird im Jahre1965 fertiggestellt und bezogen. Es wird ein drittes Einsatzfahrzeug in Dienst gestellt; ein Kommandowagen Typ Ford FK 1000.
Anfang des Jahres 1967 wird das vierte Einsatzfahrzeug, einGerätewagen Öl, geliefert. Die im Vorjahre angeschaffte Ausrüstung kann nun ordnungsgemäß verlastet werden. Endlich am 23. September wird das bereits bezogene Feuerwehrgerätehaus offiziell an die Wehr übergeben und
eingeweiht.
Durch die kommunale Neugliederung des Jahres 1969 ändert sich die Struktur der Feuerwehren des bisherigen Amtes Kirchhundem. Die Löschgruppen Altenhundem, Kickenbach,
Milchenbach und Saalhausen treten in die Lennestadt über; die Löschgruppe Lenne wird dem Hochsauerlandkreis zugeschlagen. Neu in die Gemeinde kommt die Löschgruppen Welschen Ennest.
Am 1. November des Jahres ging bei der Gemeindeverwaltung eine anonyme Drohung ein, man wolle die Trinkwasserversorgung vergiften. Daraufhin wurde um 17 Uhr für alle Wehren des alten Amtes Kirchhundem Alarm ausgelöst. Gegen 24 Uhr wurde der Alarm aufgehoben. Die Wehren konnten zurück in die Standorte.
Am 9. März 1974 wurde ein neues Löschfahrzeug LF8 von der Firma Magirus aufgebaut, feierlich eingeweiht und der Wehr übergeben.
Im Jahr 1975 wurde die Wehr zu insgesamt 40 Wassertransportfahrten
in die Rüspe in Anspruch genommen. Im Folgejahr waren sogar 200 Wasserfahrten mit insgesamt 3500 km mit dem TLF 16/25 für die Rüspe erforderlich.
1977 wird Bernward Japes zum neuen Wehrführer und Herwig Wennerscheid zu seinem Stellvertreter ernannt.
Ein neuer ELW auf Basis VW Bus, eine TS 8/8 und eine Hydraulik-Schere werden 1981 in Dienst gestellt.
Im Jahre 1982 feiert die Feuerwehr Kirchhundem ihr 75jährigesBestehen. Dies wird durch Ausrichtung des Kreisfeuerwehrfestes und Kreisjugendfeuerwehrfestes gefeiert. Die alte Saug- und Druckspritze wird restauriert und betriebsfähig gemacht.
Aufgrund der großen brandgefährdeten Waldflächen in der
Gemeinde Kirchhundem wird der Feuerwehr im Jahr 1984 ein vom Land Nordrhein-Westfalen ausgemusterter Wasserwerfer (Baujahr 1973) mit 5 000 l Tankinhalt und eingebauter separat angetriebener Motorspritze zur Verfügung gestellt. In über 150 Stunden Arbeit wird das grüne Polizeifahrzeug zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaut und dieses schließlich am 24.08.1984 feierlich geweiht und übergeben

Das Feuerwehrgerätehaus auf dem Gelände der Gemeindeverwaltung platzte nun aus allen Nähten. Daher wird auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs Kirchhundem-Flape ein neues Feuerwehrgerätehaus errichtet. Dabei werden die Räume des Bahnhofsgebäudes als Schulungs- und
Sanitärräume mit genutzt. Das Richtfest fand am 27.09.1988 statt. Die Einweihung und Übergabe des Gerätehauses erfolgte mit der Übergabe des neuen TLF 16/25 auf IVECO-Fahrgestell am 02.09.1989.
An die Stelle des Gerätewagen Öl trat im Jahr 1992 ein Gerätewagen Gefahrgut, um den gestiegenen Anforderungen auch hinsichtlich anderen Gefahrstoffe nachzukommen. Diese Umstellung auf Gerätewagen Gefahrgut wurde vom Land forciert und maßgeblich finanziert.
Der Ersatz des LF 8 (Magirus) wurde mit Übergabe und Einweihung des neuen LF 8/6 (Mercedes) am 6. September 1997 vollzogen.
Im darauf folgenden Jahr 1998 wurde auch der Einsatzleitwagen ELW durch ein neues Modell ersetzt.
Im Jahr 1999 wurde die Wehr parallel zu einem glücklicherweise glimpflich verlaufenen Brandeinsatz im Olpetal und dem Großbrand beim Hagebau-Markt in Altenhundem gerufen. Anwohner äußerten sich nachher verwundert, dass die Einsatzfahrzeuge an der Kreuzung Siegener Straße – Hundemstraße mit Blaulicht und Einsatzhorn in unterschiedliche Richtungen fuhren. Insbesondere der starke Feuerschein des Brandes lies doch für die Anwohner keine Zweifel aufkommen, wohin die Feuerwehr zu fahren haben.
Im Jahre 2002 wird Peter Grotmann Löschgruppenführer der Kirchhundemer Wehr. Schon ein Jahr später stellt er diesen Posten wieder zur Verfügung und konzentriert sich auf seine Tätigkeit als stellvertretender Zugführer des Zuges I (Brachthausen, Kirchhundem, Wirme). Günter Wurm wird Löschgruppenführer in Kirchhundem.

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